• Häufig gestellte Fragen
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FRAGEN RUND UM KERNSPINTOMOGRAPHIE UND OFFENES MRT

Was ist eine MRT-Defäkographie und wie läuft sie ab?

Bei der MRT-Defäkographie wird die Darmentleerung untersucht. Dabei wird sichtbar, wie der Beckenboden im Ruhezustand, bei Muskelkontraktion bzw. beim Pressen funktioniert. Auch sieht man, ob der Stuhlgang den "normalen" Weg nimmt oder durch sonstige Hindernisse aufgehalten wird. Da nicht nur der Mastdarm, sondern alle Organe des Beckenbodens dargestellt werden, spricht man auch von einer dynamischen Beckenbodenuntersuchung. Bei der MRT-Defäkographie ist für eine aussagekräftige Untersuchung die korrekte Vorbereitung des Patienten von entscheidender Bedeutung. Für die Beurteilung der hinteren Beckenbereiche (Enddarm, Signum, Analspinkter) ist die Füllung des Rektums mit einer geringen Menge Gel notwendig, damit das Rektum eindeutig abgrenzbar ist und der Vorgang dynamisch untersucht werden kann. Nur durch diese funktionelle Darstellung unter der maximalen Belastung können die Pathologien des Beckenbodens in ihrem vollen Ausmaß sichtbar gemacht werden.

Die Diagnostik des Beckenbodens – Vertrauenssache.

Die meisten Patienten haben einen langen Leidensweg hinter sich. Viele von ihnen sind vor einer Untersuchung häufig nervös und verunsichert – verständlicherweise. Wir nehmen uns Zeit für Sie und sind mit den Beschwerden, die Sie zu uns führen, vertraut. So bieten wir in unserer Praxis in angenehmer Atmosphäre die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche MRT-Untersuchung. Unsere besonders geschulten Mitarbeiterinnen betreuen Sie vom Eintreffen in unsere Praxis bis zum Abschluss des Termins, um Ihnen eine komfortable Untersuchung in privater Atmosphäre zu bieten und gute diagnostische Ergebnisse zu gewährleisten.

Können auch gesetzlich Versicherte in der Privatpraxis untersucht werden?

Ja, selbstverständlich.

Allerdings ist eine Abrechnung direkt mit der Krankenkasse nicht möglich. Sie können als Selbstzahler zu uns kommen oder mit einer Kostenübernahme Ihrer Krankenkasse. Wie das geht, können Sie hier nachlesen: Kostenerstattung bei GKV-Patienten.

Ich habe gehört, dass viele Kernspintomographen starke Beengungsgefühle auslösen. Wie ist das bei Upright-MRT?

Der Upright-MRT ist vollkommen offen. Es gibt keine Tunnel, keine engen Röhren. Das Gerät ist besonders geräuscharm, die Untersuchung ist komfortabel und ruft keine Beengungsgefühle hervor. Dadurch wird der Upright-MRT besonders von Patienten mit sog. „Platzangst“ toleriert.

Denn das Gerät erlaubt Ihnen einen uneingeschränkten Blick aus dem System heraus. Auf einem großen Monitor können Sie während der Untersuchung das aktuelle Fernsehprogramm verfolgen oder DVD-Filme ansehen. Das Tragen von Kopfhörern – wie bei anderen MRT-Systemen – ist dabei meist nicht notwendig.

Ist eine MRT-Untersuchung gefährlich?

Nach heutigem Stand der Erkenntnis ist eine gesundheitliche Gefährdung des Patienten nicht gegeben, da bei der Kernspintomographie nur Magnetfelder und Radiowellen zum Einsatz gelangen.

Bei Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Cochleaimplantaten kann es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen, so dass z. B. der Schrittmacher anschließend nicht mehr richtig oder gar nicht mehr funktioniert. Deshalb können Patienten mit Herzschrittmacher nicht untersucht werden.

Metallische Fremdkörper innerhalb des Patienten wie z. B. feste Zahnprothesen, künstliche Gelenke oder Metallplatten nach Frakturversorgung stellen in der Regel keine Gefährdung dar. Jedoch sollte vor der Untersuchung genau abgeklärt werden, ob die bei Ihnen eingesetzten Implantate MRT-geeignet sind.

Wie lange dauert eine Untersuchung?

Vor Beginn der Untersuchung findet ein ausführliches Vorgespräch statt. In Ruhe wird, abhängig von Ihren Symptomen, der Untersuchungsablauf individuell festgelegt und erklärt. Dabei können Sie offen über alle Beschwerden sprechen und es gibt keinen Grund, etwas zu verschweigen. Denn hier ist man auf diese Erkrankung spezialisiert. Während der Untersuchungszeit betreut Sie eine erfahrene medizinisch-technische Assistentin und begleitet Sie durch den gesamten Untersuchungsablauf. Die Untersuchung selbst dauert, je nach festgelegtem Ablauf und den individuellen Gegebenheiten, zwischen 20 und 45 Minuten. Während dieser Zeit führen wir auch funktionelle Untersuchungen durch, die in bewegten Bildern die Funktionsweise des Beckenbodens und eine eventuelle Verlagerung der Beckenorgane sicher darstellen.

Für die MRT-Untersuchung ist es häufig möglich auf intravenöses Kontrastmittel zu verzichten. In einigen Fällen ist es zur vollständigen Diagnostik notwendig den Enddarm mit etwas Gel zu kontrastieren. Dies geschieht in ruhiger und privater Atmosphäre und ist völlig schmerzfrei.

Ist eine MRT-Untersuchung schmerzhaft? Werde ich etwas spüren?

Sie werden nichts spüren. Im Gegensatz zu den konventionellen Kernspintomographen ist das Upright-MRT geräuscharm und sehr bequem zu benutzen. Es ruft keinerlei Beengungsgefühle hervor und ist deshalb auch besonders für Patienten mit sog. „Platzangst“ (Klaustrophobie) geeignet.

Muss ich während der Untersuchung vollkommen ruhig sitzen?

So ruhig wie möglich. Je weniger Sie sich während der Untersuchung bewegen, desto besser werden die MRT-Bilder. Durch zu starke Bewegung werden die Bilder verwackelt oder unscharf, so dass anhand dieser Bilder keine Diagnostik möglich ist. Gegebenenfalls müssen dann einzelne Aufnahmen wiederholt werden.

Wie muss ich mich für die MRT Untersuchung vorbereiten?

Um bei der Beckenbodenuntersuchung einen optimalen Ablauf und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie folgende Hinweise beherzigen. Sie sollten ab 8 Stunden vor der Untersuchung keine schweren Mahlzeiten einnehmen und versuchen mit voller Blase zur Untersuchung zu gehen. Wenn möglich, legen Sie Vorbefunde, Arztberichte und eine Überweisung – falls vorhanden – vor. Die Unterlagen können Sie auch gerne vorab per Fax oder E-Mail in die Praxis senden. Wenn vorhanden, bringen Sie bitte Ihre Nierenwerte der letzten Blutuntersuchung mit (Kreatinin, GFR). Sollten Sie besondere Implantate oder Schrittmacher haben, informieren Sie bitte die Praxis im Rahmen der Terminvergabe und halten Sie gegebenenfalls einen Implantat-Pass bereit. Sollten Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, die Praxis zu kontaktieren. Die Mitarbeiter freuen sich über Ihr Interesse und helfen Ihnen gerne weiter.

Werde ich eine Injektion bekommen?

In der Regel nicht. Für besondere Fragestellungen kann es aber notwendig sein, dem Patienten ein Kontrastmittel zu verabreichen, um eine korrekte Diagnose zu ermöglichen. Dies wird vor der Untersuchung in einem Gespräch mit Ihnen und dem Radiologen abgesprochen. So können z. B. MRT-Bilder von Körperstellen mit Narbengewebe von einer früheren Operation oft besser beurteilt werden.

Das Kontrastmittel wird intravenös in den Arm injiziert. Die Injektion wird von qualifiziertem medizinischen Personal durchgeführt. Die Kontrastmittelinjektion kann Nebenwirkungen haben. Sollte bei Ihnen ein Kontrastmittel zum Einsatz kommen, werden Sie vor der Injektion umfassend auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen.

Wann erhalte ich den Befund?

In der Regel sofort. Unser Radiologe wird die Ergebnisse der Untersuchung im Anschluss daran direkt mit Ihnen anhand der aufgenommenen Bilder besprechen. Die von Ihnen erstellten Aufnahmen bekommen Sie direkt mit. Auf Wunsch wird der schriftliche Befund auch direkt an Ihren behandelnden Arzt bzw. Ihre Ärztin gesendet.

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